Offenlegung ist der Schlüssel zur Sorgfaltspflicht | Bewegungsparadoxon | Wirtschaftskanzlei

Share This Post

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Für die meisten Startups und Klein­un­ternehmen ist die Due Diligence eine oblig­a­torische Aufgabe, bei der ein poten­zieller Investor einen Überprü­fung­sprozess durch­läuft, bevor er sich zu einer Investition in Ihr Unternehmen verpflichtet. Die Inten­sität dieser Überprüfung hängt oft von der Höhe der Investition ab. Dies sollte jedem Zuschauer der Business-Reality-TV-Shows Dragon’s Den in Großbri­tannien oder Shark Tank in den USA klar sein.

Genauigkeit und Transparenz sind unerlässlich

Manchmal kann eine Due Diligence so einfach sein wie ein persön­liches Treffen, insbesondere wenn Sie ein Start-up sind und eine Vorfi­nanzierung suchen. Typis­cher­weise sind an dem Prozess Wirtschaft­san­wälte, Buchhalter und jede Menge Papierkram beteiligt. Ehrlichkeit und Integrität sowie Genauigkeit und Trans­parenz sind von größter Bedeutung, da das Ziel der Due Diligence darin besteht, Risiken zu reduzieren. Alles, was Sie sagen, muss mit den von Ihnen bereit­gestellten Daten übere­in­stimmen, denn am Ende wird immer die Wahrheit ans Licht kommen. Irren Sie auf der Seite der Offen­legung.

Die Vorbere­itung auf die Due Diligence ist eine großartige Gelegenheit, ein internes Audit durchzuführen und den Wachs­tum­splan zu überprüfen, der einen wesentlichen Teil Ihres Pitches ausmachen wird. Durch die richtige Vorbere­itung können Sie sich außerdem auf das Tages­geschäft konzen­trieren und sich einen aktuellen Überblick über Ihr Unternehmen verschaffen, der optimierungswürdige Bereiche aufzeigen kann, noch bevor der Investor eingreift.

Was Anleger fragen werden

Normaler­weise müssen Anleger eine standar­d­isierte Check­liste durchgehen, wobei jeder Anleger andere Fragen haben dürfte. Die Inanspruch­nahme der Hilfe von Unternehmens- und Rechts­ber­atern wie Motion Paradox kann die Due-Diligence-Prüfung erleichtern, indem alle gängigen Dokumente, die Anleger normaler­weise benötigen, im Voraus vorbereitet werden. Angesichts der Sensi­bilität der von Ihnen offen­gelegten Daten ist es üblich, mit dem poten­ziellen Investor eine Vertraulichkeitsvere­in­barung abzuschließen, deren Wirksamkeit jedoch fraglich ist.

Ihr Geschäft­splan und Ihre Finanzun­ter­lagen sind die häufigsten Daten­punkte, nach denen Investoren fragen. Das Ziel der Überprüfung dieser Infor­ma­tionen besteht darin, sicherzustellen, dass Ihr Pitch den tatsäch­lichen Zahlen entspricht und Sie nicht mit Schulden belastet. Start-ups haben oft mehrere Mitgründer. Stellen Sie daher sicher, dass alle Dokumente, die Ihre Eigen­tümer­struktur detail­liert beschreiben, auf dem neuesten Stand sind und ideal­er­weise einen glaub­würdigen Notfallplan für den Fall von Meinungsver­schieden­heiten enthalten, wenn zwischen den Gründern eine 50/50-Beteiligung besteht. Angel-Investoren und Risikokap­i­tal­geber (VC) werden wahrscheinlich auch darauf bestehen, ordnungs­gemäß vorbere­itete Protokolle von Stake­holder- oder Führungs­ge­sprächen zu sehen und vollständige Offenheit zu allen rechtlichen Problemen zu erhalten, mit denen Sie möglicher­weise konfron­tiert sind, unabhängig davon, ob sie anhängig oder drohend sind.

Kundendaten, Umsatzerlöse und Marktkenntnisse

Investoren möchten mehr über Ihren Kunden­stamm und Ihre Liefer­kette erfahren sowie Ihre Einnah­me­quellen, Kosten pro Kunde­nakquise und Pipeline-Prognosen verstehen. Im Rahmen des Due-Diligence-Prozesses werden Investoren wahrscheinlich eine intensive Prüfung Ihrer Wettbe­werber und der allge­meinen Marktbe­din­gungen durch­führen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie alle Fragen beant­worten können, die ein poten­zieller Unter­stützer möglicher­weise haben muss, um nachzuweisen, dass Sie sich mit dem Gebiet auskennen, in dem Sie tätig sind, und mit der Art und Weise, wie Sie arbeiten. Sie können beweisen, dass Sie dort hinein­passen.

Stellen Sie sicher, dass Verträge wasserdicht sind

Ihre beste­henden Arbeitsverträge, Kunden­verträge und Liefer­an­ten­verträge werden wahrscheinlich alle ein entschei­dender Bestandteil jeder Due-Diligence-Prüfung sein. Viele Start-ups und KMU erstellen Verträge ohne fachkundige Anleitung und stützen sich dabei auf Vorlagen aus dem Internet oder auf das, was sie als „gängige Praxis“ empfinden. Ein ernsthafter poten­zieller Investor wird schnell feststellen, ob diese Standard­verträge Ihr Unternehmen und damit seine Investition tatsächlich schützen und langfristig nachhaltig sind. Sie werden Ihr Unternehmen viel positiver sehen, wenn Sie über maßgeschnei­derte Verträge und Dienstleis­tungen verfügen, da dies aus ihrer Sicht jedes Risiko mindert und Ihnen hilft, richtig zu skalieren.

Rechte an geistigem Eigentum

Poten­zielle Investoren sollten einen Blick auf Ihre geistigen Eigen­tum­srechte werfen. Wenn Sie dies also noch nicht getan haben, melden Sie alle Patente und Marken an, bevor Sie den Vorschriften nachkommen. Ihre IP-Rechte sind ein wesentliches wirtschaftliches Unter­schei­dungsmerkmal für Investoren, insbesondere für Technologie-Start-ups. Selbst wenn Sie eine wirklich tolle App oder ein Produkt ohne jeglichen IP-Schutz (Patentin­for­ma­tionen, Urheber­rechte, Design­rechte, Marken) haben, werden sie argumen­tieren, dass ein Technolo­gieriese dasselbe in großem Umfang kostenlos anbieten könnte. Warum sollten sie sich also die Mühe machen, in etwas zu investieren? Du?

Persönliche Interviews

Wenn Sie jemanden in der Wirtschaft fragen, wird er wahrscheinlich sagen, dass Menschen dazu neigen, Geschäfte mit anderen Menschen zu machen. Selbst wenn also alle Zahlen zusam­men­passen, hängt der Erfolg Ihres Unternehmens von Ihnen und Ihrem Team ab. Im Rahmen der Due Diligence werden wahrscheinlich sowohl Ihr Unternehmen als auch Sie persönlich unter die Lupe genommen. Poten­zielle Investoren möchten möglicher­weise individuell mit Ihnen und Ihrem Team sprechen, um sich ein Bild von deren Persön­lichkeit, Werten und Fähigkeiten zu machen.

Richten Sie einen Datenraum ein

Sie können sich einen Vorsprung bei der Gewinnung von Investi­tionen verschaffen, indem Sie einen Datenraum einrichten, um den Due-Diligence-Prozess zu ratio­nal­isieren und alle Infor­ma­tionen, die die meisten Investoren wahrscheinlich sehen möchten, an einem praktischen Ort zusam­men­z­u­fassen – kurze Präsen­tation, Teamhin­ter­grund, Geschäfts- und Market­ingplan, Einzel­heiten zu Verträgen und Software­lizenzen, Finanzberichten und geistigem Eigentum. Virtuelle Daten­räume sind mittler­weile die Norm, aber egal für welche Cloud-Sharing-/Hosting-Plattformen Sie sich entscheiden, Sie sollten sicher­stellen, dass sie sowohl einfachen Zugang als auch ein hohes Maß an Verschlüs­selung und Sicherheit bieten, da viele der Infor­ma­tionen, die Sie dort platzieren, geschäftssen­sibel und vertraulich sind vertraulich.

Insbesondere Investoren in Start-up-Unternehmen dürften zunächst ein Term Sheet vorschlagen. Term Sheets sind Verein­barungen, die die wesentlichen Elemente der Investi­tion­stransaktion darlegen. Obwohl sie nicht rechtsverbindlich sind, ist es dennoch wichtig, in dieser Phase jeder Verhandlung Zugang zu einer fundierten rechtlichen und betrieb­swirtschaftlichen Beratung zu haben. Nachdem ein Investor ein Term Sheet vorgeschlagen hat, muss er alle Ihre Infor­ma­tionen überprüfen, um sicherzustellen, dass das, was Sie ihm verkaufen, echt ist. Ein gut aufge­bauter Datenraum bietet ihnen bequem alle Details und das nötige Vertrauen.

Das Team von Motion Paradox aus Start-up-Unternehmen und Rechts­ber­atern mit Sitz in London und Los Angeles kann Sie bei der Due Diligence unter­stützen, fundiertes Feedback zu Ihren abgeschlossenen Plänen geben, maßgeschnei­derte Verträge vorbereiten und Ihre IP-Vermö­genswerte sichern. Sie können VC- oder Angel-Investoren davon überzeugen, Sie zu unter­stützen Vision.

Related Posts