Eine strategische Notwendigkeit für kleine Unternehmen

Eine strategische Notwendigkeit für kleine Unternehmen

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Kleine Unternehmen in ganz Großbritannien erkennen zunehmend den Wert der Förderung der Gesundheit von Frauen an ihren Arbeitsplätzen.

Die Umsetzung dieser Initiative wird zahlreiche Vorteile mit sich bringen, darunter höhere Produk­tivität und Leistung, weniger Fehlzeiten, höhere Mitar­beit­erzufriedenheit und ‑engagement, die Gewinnung und Bindung talen­tierter Arbeit­skräfte, die Förderung eines vielfältigen und integra­tiven Umfelds und die Verbesserung des Marken­images bei gleichzeitiger Schaffung sozial verant­wortlicher Unternehmen.

Die Realität bleibt jedoch hinter diesen Idealen zurück. Trotz der offen­sichtlichen Vorteile haben viele Frauen immer noch mit erheblichen gesund­heitlichen Problemen am Arbeit­splatz zu kämpfen. Erstaunliche 68 % der Frauen geben an, im Laufe ihrer Karriere mit gesund­heitlichen Problemen konfron­tiert zu sein, und fast 30 % fühlen sich von ihren Arbeit­gebern nicht unter­stützt. Diese Zahl steigt auf 36 % und fühlen sich nicht unter­stützt, wenn es um gesund­heitliche Probleme von Frauen wie Periode, Frucht­barkeit, Endometriose und Wechsel­jahre geht. Daraus resul­tiert eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Frauen: Mehr als die Hälfte nimmt eine Auszeit von der Arbeit, fast ein Viertel verpasst Beförderungen und jede Fünfte erhält dadurch ein gerin­geres Gehalt. Besorgnis­er­regend ist, dass 83 % der Frauen finanzielle Auswirkungen aufgrund unerfüllter gesund­heitlicher Bedürfnisse angeben, was dazu führt, dass viele Frauen ganz aus dem Beruf­sleben ausscheiden. Das Office for National Statistics schätzt, dass 58,4 % der inaktiven Bevölkerung im Vereinigten Königreich Frauen sind, was die weitre­ichen­deren wirtschaftlichen Auswirkungen verdeut­licht.

Letztlich kostet die Vernach­läs­sigung der Gesundheit von Frauen am Arbeit­splatz der britischen Wirtschaft jährlich 20,2 Milliarden Pfund.

Die Frauengesundheitsstrategie für England

Im Jahr 2022 veröf­fentlichte die britische Regierung die Women’s Health Strategy für England und räumte ein, dass Frauen, obwohl sie 51 % der Bevölkerung ausmachen und länger leben als Männer, immer noch mit Hindernissen beim Zugang zur notwendigen Gesund­heitsver­sorgung konfron­tiert sind. Dieser 10-Jahres-Plan zielt darauf ab, die Gesund­heit­sergeb­nisse für Frauen und Mädchen deutlich zu verbessern, wobei ein beson­derer Schwer­punkt auf der Gesundheit von Frauen am Arbeit­splatz liegt. Die Strategie fördert das Verständnis dafür, wie sich die Gesundheit von Frauen auf ihre Arbeit­ser­fahrung auswirkt, indem Gespräche über tabuisierte Themen wie Periode und Wechsel­jahre normal­isiert werden, sichergestellt wird, dass Frauen bei der Arbeit produktiv bleiben und unter­stützt werden, und Beispiele für gute Arbeit­ge­ber­prak­tiken zur Hervorhebung bereit­gestellt werden.

Im Rahmen der Strategie hat das Minis­terium für Gesundheit und menschliche Dienste Organ­i­sa­tionen, die sich mit diesen Themen befassen, einschließlich der Frauenor­gan­i­sation, Mittel bereit­gestellt.

Die Frauenorganisation: Für das Wohlbefinden von Frauen am Arbeitsplatz eintreten

Die Women’s Organi­zation, Großbri­tan­niens größter Anbieter frauenori­en­tierter Schulungen, spielt eine entschei­dende Rolle bei der Bewäl­tigung der einzi­gar­tigen Heraus­forderungen, denen Frauen gegenüber­stehen. Ihr Women’s Workplace Wellness Program bietet eine umfassende Reihe von „Paketen“ mit Tools, Leitfäden, Unter­stützung und Infor­ma­tionen, um kleinen Unternehmen dabei zu helfen, weibliche Talente anzuziehen und zu halten, indem eine unter­stützende Arbeit­splatzkultur gefördert wird, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen in den Vorder­grund stellt .

Diese Pakete decken alle Aspekte der repro­duk­tiven Gesundheit von Frauen ab, von der Periode bis zur Schwanger­schaft und den Wechsel­jahren, und bieten Arbeit­gebern praktische Anleitungen, um Frauen bei diesen Heraus­forderungen zu unter­stützen. Das Programm wurde in Zusam­me­narbeit mit Experten aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft, Recht und Wirtschaft entwickelt und bietet genaue, evidenzbasierte Infor­ma­tionen zur Unter­stützung von Arbeit­gebern.

Praktische Schritte für Arbeitgeber

Arbeit­geber können mehrere praktische Schritte unternehmen, um die Gesundheit von Frauen am Arbeit­splatz zu unter­stützen:

  • Flexible Arbeit­sregelungen: Bieten Sie flexible Arbeit­szeiten und Fernar­beit­sop­tionen an, um Frauen dabei zu helfen, Beruf und Gesund­heits­bedürfnisse in Einklang zu bringen, insbesondere während starker und schmerzhafter Perioden, Schwanger­schaft, postna­taler Zeit und Wechsel­jahren.
  • Wellness-Programme: Imple­men­tieren Sie Wellness-Programme mit Schwer­punkt auf körper­licher, geistiger und emotionaler Gesundheit, einschließlich Fitnesskursen, Tagen der psychischen Gesundheit, Workshops zur Stress­be­wäl­tigung und Zugang zu Ernährungs­ber­atern.
  • Unter­stützende Richtlinien: Erstellen Sie Richtlinien zur Unter­stützung der Menstru­a­tion­s­ge­sundheit, des Mutter­schafts- und Vater­schaft­surlaubs, der Wechsel­jahre und anderer geschlechts­be­zo­gener Gesund­heit­sprobleme. Schaffen Sie ein Umfeld, in dem sich Frauen wohl fühlen und ohne Stigma­tisierung oder Angst vor Diskri­m­inierung über ihre Gesund­heits­bedürfnisse sprechen können.
  • Schulung und Sensi­bil­isierung: Führen Sie regelmäßige Schulungen für Manager und Mitar­beiter über die Bedeutung der Gesundheit von Frauen und die Unter­stützung von Kollegen bei Gesund­heit­sprob­lemen durch.

Darüber hinaus können einfache Maßnahmen wie die Bereit­stellung einer sicheren und komfort­ablen Arbeit­sumgebung mit sauberen Toiletten, Pflegeräumen, ergonomischen Möbeln, Zugang zu Menstru­a­tion­spro­dukten, frischer Luft und Trinkwasser einen erheblichen Unter­schied machen.

Behebung der Kommunikationslücke

Klein­un­ternehmer haben oft Schwierigkeiten zu wissen, was nötig ist, um die Gesundheit von Frauen an ihrem Arbeit­splatz zu unter­stützen. Viele vermeiden es, über Fragen der repro­duk­tiven Gesundheit zu sprechen, weil sie sich unwohl fühlen, Angst haben, das Falsche zu sagen, oder unsen­sibel wirken. Ebenso ist es Frauen oft peinlich, diese Themen mit männlichen Arbeit­gebern oder Managern zu besprechen, und 65 % fühlen sich unwohl, wenn sie am Arbeit­splatz über ihre Gesundheit sprechen. Diese Zurück­haltung führt zu erheblichen emotionalen und beruflichen Konse­quenzen: 90 % der Frauen fühlen sich emotional belastet, 46 % fühlen sich hilflos und 43 % fühlen sich bei der Arbeit weniger motiviert.

Advocacy-Entwicklungsprogramm

Um diese Lücke zu schließen, hat die Frauenor­gan­i­sation das Women’s Workplace Wellness Advocacy Devel­opment Program ins Leben gerufen, das Einzelper­sonen darin schult, sich in ihren kleinen Unternehmen oder Organ­i­sa­tionen für die Gesundheit von Frauen einzusetzen. Diese Fürsprecher fungieren als erste Ansprech­partner oder „zuhörende Ohren“ für Kollegen, erleichtern Diskus­sionen und helfen bei der Umsetzung geeigneter Anpas­sungen zur Unter­stützung der Gesund­heits­bedürfnisse von Frauen. Das Programm wurde mit dem Open Awards Badge of Excel­lence ausgeze­ichnet und würdigt damit seine Qualität und positive Wirkung.

Eine strategische geschäftliche Notwendigkeit

Die Förderung der Gesundheit von Frauen am Arbeit­splatz ist nicht nur eine Frage gesellschaftlicher Verant­wortung, sondern eine strate­gische Geschäft­san­forderung. Anne-Marie Swift, Leiterin des Women’s Workplace Wellness Project, kommen­tiert: „Wenn Unternehmen der Gesundheit und dem Wohlbefinden ihrer weiblichen Mitar­beiter Priorität einräumen, profi­tieren sie von zahlre­ichen Vorteilen, die sich positiv auf das gesamte Unternehmen auswirken.“ Von verbesserter Produk­tivität und gerin­geren Fehlzeiten bis hin zu erhöhter Mitar­beit­erzufriedenheit und ‑bindung sind die Vorteile zahlreich und erheblich“, und Profes­sorin Maggie O’Carroll, CEO von The Women’s Organi­zation, fügt hinzu: „Frauen haben im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen und trotz Frauen spezi­fische Gesund­heits­bedürfnisse Da sie mehr als die Hälfte der britischen Arbeit­skräfte ausmachen, sind sich die meisten KMU des erforder­lichen Umfangs an Unter­stützung und Flexi­bilität nicht bewusst. Das Women’s Workplace Wellness-Programm ist von entschei­dender Bedeutung, um positive Verän­derungen in KMU im Vereinigten Königreich voranzutreiben. Es trägt dazu bei, Tabus rund um die repro­duktive Gesundheit von Frauen abzubauen, liefert bessere Ergeb­nisse für die Gleich­stellung von Frauen und verbessert – im Wesentlichen – als direkte Folge die Leistung der Organ­i­sation.

Kleine Unternehmen können hier auf das Women’s Workplace Wellness Program zugreifen: Women’s Workplace Wellness – Die Frauenor­gan­i­sation.

Die Unter­stützung der Gesundheit von Frauen ist nicht nur das Richtige; Es ist ein kluger Geschäftss­chritt, der allen zugute kommt – Frauen treiben gute Geschäfte voran.

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