Die 5 Gründe, warum ich nicht in Ihr Startup investiere

Share This Post

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Als Veteran im Technolo­giesektor mit über drei Jahrzehnten Erfahrung und a Risikokap­i­tal­in­vestor Seit 2015 habe ich unzählige Startups in Europa, den USA und Zentralasien evaluiert.

Bisher habe ich 52 Unternehmen unter­stützt, wobei der Schwer­punkt haupt­sächlich auf Technolo­gie­un­ternehmen lag. Allein im Jahr 2023 umfassten meine Investi­tionen 19 Projekte mit einem Gesamtwert von fast 4 Millionen US-Dollar.

Jeden Monat prüfe ich 20 bis 30 Anlagevorschläge. Aber nur 5 % sichern sich meine Unter­stützung. Und das liegt daran, dass viele meine strengen Kriterien zur Unter­stützung eines Unternehmens nicht erfüllen und mich normaler­weise aufgrund einer oder mehrerer Warnsignale abschrecken.

Wenn Sie einem VC einen Pitch machen möchten oder Angel-Investor, tun Sie gut daran, ähnliche Vorsichts­maß­nahmen zu vermeiden. Um Ihnen eine Orien­tierung zu geben: Dies sind die wichtigsten Warnze­ichen, die mich oft von einer Investition abhalten.

Warnsignal Nr. 1: Missverständnisse über die Produktmarkttauglichkeit

Ich wurde einmal von einem indischen Unternehmen angesprochen. Stolz verkünden sie, dass sie renom­mierte Profes­soren aus den USA und Mumbai in ihrem Vorstand haben. Beein­druckend, oder?

Aber als ich nach ihnen fragte Validierung des GeschäftsmodellsSie stützten sich auf wissenschaftliche Empfehlungen.

Die Sache ist die: Egal wie prestigeträchtig die Werbung ist, es entsteht eine echte Anziehungskraft tatsäch­liche Benutzer. Ich brauche solide Kennzahlen, und das bedeutet Verkäufe, Werbung, Conver­sions und Stück­zahlen über mindestens sechs Monate.

Wenn die Leute Ihr Produkt wertschätzen, werden sie dafür bezahlen. Wenn Sie keine Verkäufe tätigen, ist es Zeit zum Umdenken.

Gründer sagen mir oft: „Unsere Kunden­bindungs- und LTV-Kennzahlen sind niedrig, weil wir noch nicht genügend Nutzer haben.“ Bei einer Million Nutzern wird alles von alleine klappen.“

Das ist eine Illusion.

Wenn Ihr Produkt im kleinen Maßstab nicht funktioniert, wird die Skalierung die Kernprobleme nicht lösen. Für ein Startup könnte eine jährliche Wachs­tum­srate von 40 % großartig klingen. Ich strebe jedoch ein monatliches Wachstum von mindestens 20 % an.

Kleine Zahlen sind in Ordnung. Es ist der Schwung, der zählt.

Warnsignal Nr. 2: Behebung irrelevanter Probleme durch schlechte Kundenentwicklung

Ein Startup muss ein echtes Problem angehen. Das Fehlen von Wettbe­werbern kann auch ein Warnsignal dafür sein, dass entweder kein Problem besteht oder dass das Problem auf andere Weise gelöst werden kann.

Wichtig ist eine gute und tiefge­hende Kunde­nen­twicklung (CustDev). Es reicht nicht aus, nur mit zwei oder drei Bekannten über dieses Problem zu sprechen.

Effek­tives CustDev erfordert die Durch­führung von mindestens 30 ausführlichen Inter­views, um echte Benutzere­in­blicke und Schwach­stellen aufzudecken. Entschei­dungen, die auf echtem Kunden­feedback basieren, haben eine höhere Erfol­gswahrschein­lichkeit als solche, die auf Annahmen oder minimaler Markt­in­ter­aktion basieren.

Einmal kam eine Gruppe von Gründern mit einer Erken­nungssoftware auf mich zu Burnout bei Mitar­beitern. Ihr Zielmarkt Dabei handelte es sich um große südostasi­atische Unternehmen, bei denen anstren­gende 12-Stunden-Arbeit­stage häufig zu Burnout und hoher Fluktu­ation führten, was die Geschäft­sleistung stark beein­trächtigte.

Sie validierten ihr Produkt zunächst durch Inter­views Personal­manager, was den Wert der Software bestätigte. Während dieser Diskus­sionen trat jedoch ein weiteres großes Problem zutage: ein eklatanter Mangel an Führung­spro­grammen für Führungskräfte der mittleren Ebene.

Während Top-Führungskräfte über solche Programme verfügten, blieben Manager der mittleren Ebene ohne Unter­stützung. Die Gründer machten sich diese Erken­ntnis zunutze und schwenkten um, indem sie ihre Software nutzten, um Mitar­beiter mit hohem Karri­erewach­s­tumspotenzial zu identi­fizieren und dieses neue Problem anzugehen.

Dieser strate­gische Wandel war der Motor ihres Erfolgs.

Warnzeichen Nr. 3: Gründern mangelt es an Branchenkenntnissen

Fehlen Gründern Branchenken­nt­nisse, sinken die Erfol­gsaus­sichten ihres Vorhabens deutlich. Nehmen wir zum Beispiel ein Team, das ein Startup im Bereich Psychologie aufbaut. Wenn einer der Gründer ein Jahrzehnt in der Branche verbracht hat und deren Nuancen und Heraus­forderungen versteht, steigt mein Vertrauen in das Projekt.

Sollte eine solche Expertise nicht vorhanden sein, erkundige ich mich nach dem Beirat des Startups.

Um mich zu beruhigen, muss der Gründer ein echter Experte mit 10–20 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet sein.

Warnzeichen Nr. 4: Gründer sind nicht bereit, Fehler zuzugeben

Hin und wieder treffe ich auf Gründer, denen es schwer­fällt, Kritik anzunehmen. Es fällt ihnen schwer, Fehler einzugestehen, und sie halten oft an einer einzigen Hypothese fest, weil sie diese als die ultimative Wahrheit betra­chten.

Damit eine Idee funktioniert, müssen jedoch mehrere Hypothesen (normaler­weise 5–10) getestet, das Modell angepasst und manchmal ein Pivot erstellt werden. Manche Gründer bleiben jedoch bei einer Idee hängen und treiben sie behar­rlich voran, auch wenn sie keine Ergeb­nisse zeitigt.

Über das Produkt selbst hinaus gibt es entschei­dende Aspekte wie Teamdy­namik, Market­ingstrategie und Identi­fizierung von Schlüs­selfak­toren. Erfahrene Investoren können oft auf blinde Flecken hinweisen, doch nicht jeder Gründer ist offen für ein offenes Ohr.

Unternehmertum ist ein Talent. Während ich unternehmerische Erfahrung schätze, ist es für Gründer wichtig, flexibel zu bleiben. Diese Flexi­bilität stellt sicher, dass ihre Erfahrung das Wachstum des Startups unter­stützt und nicht behindert.

Warnzeichen Nr. 5: Toxische Anleger in der Cap-Tabelle

Toxische Investoren können diejenigen sein, die über unerprobte Einnah­me­quellen verfügen, Sanktionen unter­liegen oder unangemessene Bedin­gungen aufer­legen. Ein weiterer entschei­dender Faktor ist der gewün­schte Kapitaleinsatz.

Hier ist ein typisches Szenario: Ein unerfahrener Investor oder jemand ohne Risikokapital-Hinter­grund bietet einem Startup 1 Million US-Dollar im Voraus für einen Anteil von 30 % an. Für Gründer kann das ein verlock­endes Angebot sein, aber meiner Erfahrung nach enden solche Deals selten gut.

Bei der Vorsaat­stadiumKein Anleger sollte mehr als 10 % Eigenkapital erhalten. Es stehen viele Finanzierungsrunden an, und wenn ein Gründer frühzeitig einen großen Anteil aufgibt, riskiert er, die Motivation zum Weiter­machen zu verlieren. Für Gründer ist es wichtig, die Kontrolle über ihr Unternehmen zu behalten. Der Gründer sollte seinem Anteil immer Vorrang einräumen, während Anleger eine unter­ge­ordnete Stellung einnehmen sollten.

Aus Runde AAuch bei einer gewissen Verwässerung sollte der Anteils­besitz des Gründers nicht unter 50 % sinken.

Wissen Sie, was Ihr Investor sehen möchte

Nachdem Sie nun meine Warnze­ichen verstanden haben, können Sie sich leicht vorstellen, was ich gerne sehen würde, um mein Interesse an Investi­tionen zu wecken.

Gründer müssen ihren Markt genau verstehen, Kompetenz unter Beweis stellen, Hypothesen schnell testen und anpassen und angesichts sich ändernder Bedin­gungen flexibel bleiben. Ihr Produkt sollte validiert sein und das Potenzial für ein 10- bis 100-faches Wachstum haben.

Auch nachdem ich viele Gründer abgelehnt habe, die mir eine rote Fahne gezeigt haben, freue ich mich immer noch darauf, Teams zu treffen, die diese Kriterien erfüllen, und ihre Projekte weiter zu besprechen.

Murat Abdrakhmanov – Risikoin­vestor und Serienun­ternehmer

In meinen mehr als 30 Jahren im Technolo­giegeschäft hatte ich das Glück, Dutzende erfol­gre­icher Projekte aufzubauen, und in meiner jahrzehn­te­langen Erfahrung als Risikoin­vestor habe ich in 52 innov­ative Startups investiert, die in den Märkten Zentralasiens, Europas und Europas vertreten sind die USA. Insgesamt habe ich rund 25 Millionen US-Dollar in Startups investiert und über 10 erfol­greiche Exits erlebt.

Vernetzen Sie sich auf LinkedIn

Related Posts