Wird für britische Autofahrer eine Kfz-Steuerregelung erwogen, bei der es um die Bezahlung pro Meile geht?

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Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass bald erhebliche Änderungen bei der Kfz-Steuer einge­führt werden könnten, wobei das Finanzmin­is­terium Berichten zufolge daran inter­essiert ist, ein Pay-per-Meile-System für britische Fahrer einzuführen.

Adam Smith, der von 2022 bis 2024 Stabschef des ehema­ligen Kanzlers Jeremy Hunt war, gab bekannt, dass hochrangige Beamte auf ein neues Straßen­be­nutzungs­ge­bühren­system gedrängt hatten.

In den letzten Jahren hat sich ein Kfz-Steuer­system pro Meile als mögliche Lösung für den drohenden Mangel an Treib­stoff­s­teuere­in­nahmen herauskristallisiert.

Experten schätzen, dass die Regierung zwischen 20 und 35 Milliarden Pfund an Treib­stoff­s­teuere­in­nahmen verlieren könnte, wenn immer mehr Autofahrer auf Elektro­fahrzeuge umsteigen.

Es wird erwartet, dass die Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer in den kommenden Jahren erheblich zurückgehen werden

Laut The Telegraph prüfen Beamte des Finanzmin­is­teriums Berichten zufolge die Möglichkeit der Einführung eines landesweiten Straßen­be­nutzungs­ge­bühren­systems, da die Verbre­itung von Elektro­fahrzeugen zunimmt.

Als Reaktion auf einen Bericht des Verkehrsauss­chusses über die Finanzierungslücke sagte Smith, das Thema sei für den ehema­ligen Kanzler schon früh zu einer Priorität geworden.

Er schlug vor, dass das Finanzmin­is­terium eine Kfz-Steuer befür­worten sollte, bei der pro Meile gezahlt wird, um Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Elektroautos auf die Einnahmen aus Kraft­stoff­s­teuer und Kfz-Verbrauchss­teuer (VED) auszuräumen.

Elektro­fahrzeuge (einschließlich Elektro-Firmen­wagen) sind derzeit von der Kfz-Steuer befreit. Dies wird sich jedoch ab April nächsten Jahres ändern, wenn erwartet wird, dass sie mit dem gleichen Satz besteuert werden wie die emission­särmsten Fahrzeuge.

Für die Steuer­jahre 2026/27 und 2027/28 wird eine weitere Erhöhung der Elektroau­tos­teuer um 1 % erwartet.

Labour erwägt außerdem, die ursprüngliche Frist von 2030 für ein Verkaufsverbot für neue Benzin- und Diese­lautos wieder einzuführen, nachdem der frühere Premier­min­ister Rishi Sunak beschlossen hatte, das Verbot um fünf Jahre zu verschieben.

In seinem Gespräch mit The TelegraphSmith fügte hinzu: „Das Transport Select Committee hatte die Einführung eines Straßen­be­nutzungs­ge­bühren­systems im Februar 2022 unter­stützt. Es unter­stützte weitgehend die Empfehlung, mit den Vorbere­itungsar­beiten für ein solches System zu beginnen.“

Bundeskanzlerin Rachel Reeves wird im Oktober den ersten Arbeitshaushalt vorlegen

Ein Bericht des Tony Blair Institute for Global Change aus dem Jahr 2021 prognos­tizierte, dass die jährlichen Kraft­stoff­s­teuere­in­nahmen der britischen Regierung in den kommenden Jahren „einbrechen“ würden.

Der Bericht schätzte einen Einnah­mev­erlust von über 30 Milliarden Pfund, was möglicher­weise Steuer­erhöhungen von bis zu 6 Pence bis 2040 erforderlich machen würde, da die Einnahmen aus Benzin- und Dieselverkäufen zurück­gingen.

Die Studie mit dem Titel „Avoiding Gridlock Britain“ warnte davor, dass „die Ungle­ichheit zunehmen wird“, da Besitzer von Elektro­fahrzeugen nicht für den Kraft­stoff bezahlen und im kommenden April, wenn sich die Gesetze ändern, immer noch niedrigere Steuer­beiträge zahlen müssen.

Es wird erwartet, dass Bundeskan­z­lerin Rachel Reeves in der Herbsterk­lärung am 30. Oktober den ersten Arbeit­shaushalt vorlegt. Die Abgeord­neten für Leeds West und Pudsey könnten diese Gelegenheit nutzen, um neue Straßen­be­nutzungs­ge­bühren einzuführen.

Es bleibt abzuwarten, ob Reeves den aktuellen Kraft­stoff­s­teuersatz anpassen wird. Als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine ist die Kürzung von 5 Pence pro Liter seit März 2022 einge­froren.

Obwohl es noch keine offizielle Ankündigung gibt, wird die Möglichkeit einer neuen Kfz-Steuer, die auf der Zahlung pro Meile basiert, immer wahrschein­licher.

Einige Experten haben vorgeschlagen, bestimmten Fahrern „Gratismeilen“ anzubieten, wenn eine Kfz-Steuer nach Kilome­terzahl einge­führt werden soll. Davon dürften Autofahrer auf dem Land profi­tieren, da sie für wichtige Dienstleis­tungen häufig längere Strecken zurück­legen müssen.

Gleichzeitig wäre eine Erhöhung der AMAP-Sätze (Approved Mileage Allowance Payments) für erwerb­stätige Steuerzahler, die ihr Auto für berufs­be­d­ingte Fahrten nutzen, zu begrüßen.

Die aktuellen Sätze pro Steuerjahr betragen 0,45 Pence pro Meile für die ersten 10.000 Meilen und 0,25 Pence pro Meile danach und wurden seit 2011 nicht erhöht.

Während wir auf weitere Entwick­lungen warten, ist es klar, dass sich die Zukunft der Kfz-Besteuerung im Vereinigten Königreich weiter­en­twickeln wird.

Ob durch ein Pay-per-Mile-System oder andere Maßnahmen, Verän­derungen sind in Sicht.

Während sich die Regierung mit diesen Heraus­forderungen auseinan­der­setzt, sollten britische Autofahrer über mögliche Änderungen der Kfz-Steuer informiert bleiben.

Die Einführung eines kilome­ter­ab­hängigen Kfz-Steuer­systems könnte erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Straßenge­bühren haben, die Autofahrer zahlen.

Wie ist die allgemeine Meinung zur kilometerabhängigen Kfz-Steuer?

Es ist nicht verwun­derlich, dass a aktuelle Umfrage von Go Compare ergab, dass die öffentliche Meinung unter britischen Autofahrern hinsichtlich der vorgeschla­genen Kfz-Steuer pro Meile geteilter Meinung ist.

Während einige Autofahrer die poten­ziellen Vorteile einer gerechteren und umwelt­fre­undlicheren Fahrzeug­s­teuer­struktur erkennen, haben andere Vorbe­halte hinsichtlich der praktischen Auswirkungen und möglichen unbeab­sichtigten Folgen, was berechtigte Bedenken sind.

Im Rahmen einer von Go Compare durchge­führten Umfrage wurden 2.000 Fahrer kontak­tiert. Nachfolgend finden Sie eine Zusam­men­fassung der wichtigsten Ergeb­nisse:

  • 53 % der britischen Autofahrer lehnten die vorgeschla­genen Änderungen der Kfz-Steuer hin zu einem Pay-per-Meile-System ab.
  • 26 % der britischen Autofahrer befür­worteten die Einführung eines Pay-per-Meile-Systems anstelle des aktuellen Kfz-Steuer­systems.
  • 51 % sind der Meinung, dass dies die Kfz-Steuer zu kompliziert machen würde.
  • 51 % halten es für unfair gegenüber Autofahrern, die mehr fahren.
  • 26 % sind der Meinung, dass Sie bei Geschäft­sreisen von der Steuer befreit sein oder einen Rabatt erhalten sollten.
  • 30 % haben Bedenken hinsichtlich der Privat­sphäre.

Quelle: https://www.gocompare.com/motoring/news/pay-per-mile-tax/

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